Die wohl häufigste ernsthafte ärztliche medikamentöse Dauerbehandlung in Deutschland, die einen durchaus messbaren Prozent- Anteil an Ihren monatlichen Kassenbeiträgen hat:
Bluthochdruck: Die übliche Behandlungsform ist ganz einfach überzeugend - es sei denn, man schaut näher hin. Dann hat man noch kein Recht, die vorherrschende Behandlung zu kritisieren, aber das Recht, Klärungsbedarf zu behaupten.. Betrachten wir diese an sich am wenigsten umstrittene Massenmedizin also einmal kritisch im Detail unter Beachtung der Wissenschaft der Methodenkritik zu statistischen Auswertungen bei der Zulassung von Medikamenten.
These: Zunächst einmal ist festzuhalten, dass Bluthochdruck normalerweise keine Krankheit ist. Er ist je nach Fallgruppe meist ein Symptom, möglicherweise aber meist ein alternativer harmloser Zustand. Möglicherweise ist es aber auch manchmal? / oft? / meistens? verbunden mit einer Prädisposition durch Erbanlagen. Widersprechende Meinungen kann jedermann eintragen auf: volxweb.com These: Ob diese Prädisposition ausreichend wirken kann, um ohne weitere verhaltensbedingte Faktoren einen Bluthochdruck auszulösen, und zwar mit schädlicher Kausalität für die Gesundheit in wesentlicher Korrelation? Wohl nur in diesem Fall wäre Bluthochdruck als Krankheit einzustufen. Ob diese Fallgruppe überhaupt existiert, bleibe dahingestellt. Wegen des breiten genetischen Spektrums ist zu vermuten, dass es diese Fallgruppe gibt; dann aber wohl mit derart geringem Anteil an den behandelten Bluthochdruck- Patienten, dass es hier vernachlässigt werden kann. Stark auf die Summe der vorgenannten Kriterien ausgerichtete Untersuchungen waren bei nur oberflächlicher Suche nicht feststellbar. Untersuchungen zu einzelnen der vorstehenden Kriterien sind feststellbar. Aber nur Nachweis des gleichzeitigen Vorliegens der Summe der Kriterien würde versicherungsrechtliche Aspekte wesentlich beeinflussen. Widersprechende Meinungen kann jedermann eintragen auf: volxweb.com These: Behandlung gegen Bluthochdruck ist trotz vorstehender Einschränkungen jedenfalls grundsätzlich legitimierbar im Sinn von Vorsorge gegen gemutmaßte oder belegbare schwerwiegendere gesundheitliche Folgewirkungen. Versicherungsrechtlch ist diese Vorsorge möglicherweise ebenfalls legitimierbar im Fall eines Effektes der Senkung von Kostenrisiken. Widersprechende Meinungen kann jedermann eintragen auf: volxweb.com These: Zu prüfen ist jedoch, ob diese rein grundsätzliche Legitimierbarkeit letztlich zur konkreten Fallgruppe stichhaltig ist. Oder wird sie nur vorgetäuscht, weil ,,alle'' daran so schön verdienen - ausgenommen die Patienten? - Praktisch jede medikamentöse Behandlung hat einen schädigenden Kollateral- Effekt. Wer medikamentiert, obgleich dies überflüssig ist, verstößt damit rein hypothetisch gegen den ärzlichen Eid. Mit der himmlischen göttlichen Strafe hierfür kann in aufgeklärten Zeiten nicht mehr glaubwürdig gedroht werden. Ein irdischer Strafrechtsverstoß ist aber erst dann gegeben, wenn eine ausreichende Diskussion zur jeweiligen Schädigung eine Pflicht zum Wissen erzeugte bei Ärzten und Versicherern. Widersprechende Meinungen kann jedermann eintragen auf: volxweb.com Auschlaggebend für die Wertung wird damit eine Analyse der Fakten und Statistiken: Der Bluthochdruck bleibt bei etwa 20 % der Männer (14 % der Frauen) unentdeckt. So jedenfalls eine der diversen Statistiken hierzu, die natürlich wegen der definitorischen Unschärfe der Fragestellung wesentlich variieren müssen. - Diese Nichtentdeckung wird von manchen als Beispiel einer fahrlässigen Medizin kritisiert. Inwieweit die Pharmaindustrie diesen Kritikern bei der Verbreitung der Kritik Beistand leistet, ist eine interessante Klärungsaufgabe. Allerdings - wird der Bluthochdruck entdeckt und behandelt, so haben zwei Drittel weiterhin zu hohen Blutdruck. Nun hat möglicherweise mindestens ein Drittel der Behandelten zugleich aus Angst vor Krankheit die Lebensweise geändert. Eine provozierende Frage wäre: Sank der Blutdruck beim glücklichen Drittel möglicherweise selten oder überhaupt nicht durch Medikamente, sondern ausschließlich oder überwiegend durch die Änderung der Lebensweise? Und liegt Gefährdung möglicherweise nur bei denjenigen vor, bei denen eine Senkung nicht erreichbar war? - Denn bei den meisten Personen mit Bluthochdruck ist dieser nun einmal nicht letztlich in irgendeiner Weise fatal. These: Bei den Unbehandelten wurde nun einmal nur eine Moment- Aufnahme statistisch geliefert. Diese Aussage ist wertlos, gemessen am hier zuvor gezeigten Befund. Vielmehr müsste man statistisch ermitteln, ob möglicherweise ein Drittel oder mehr der Unbehandelten bereits ebenfalls in einer Phase des relativ sinkenden Blutdrucks war? Aber da sie vorher gewöhnlich noch nicht als Bluthochdruck- Belastete entdeckt waren, kann man logischerweise von den Unentdeckten auch nicht statistisch wissen, was vorher mit ihnen war und was später aus ihnen wurde. Eine statistische Erfassung ist auch allein deshalb nicht ausreichend zuverlässig möglich, weil der Blutdruck der gleichen Person unablässig schwankt, durch Umstände der letzten 48 Stunden vor der Messung wesentlich beeinflusst wird und auch sehr von der Messmethode beeinflusst werden kann. Bei nur gelegentlichen Messungen verbieten diese unscharfen Rahmenbedingungen eine statistische Verwertbarkeit von gewonnenen Daten. Widersprechende Meinungen kann jedermann eintragen auf: volxweb.com zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz |
Die bisherige vorstehend grob umrissene Statistik- Analyse erbringt also von vornherein jedenfalls bei Anwendung von exakter Statistik- Methodenlere keinen ausreichenden Beweis, daß die medizinische Behandlung von Bluthochdruck überhaupt auch nur irgendeinen Nutzen hatte. These: Die prinzipielle Nützlichkeit von blutdrucksenkender Behandlung wird durch diese Argumentation nicht widerlegt. Es sollte nur bewiesen werden, dass rein logik- technisch die Berufung auf die üblicherweise zitierten Statistiken jedenfalls nicht schlüssig ist. Diese Argumentationsweise ist zu unwissenschaftlich. Es besteht ausreichend Grund zur Vermutung, dass medikamentöse Behandlung gegen hohen Blutdruck oft nützlich sein kann. Nur fehlt es in der gängigen Beweisführung an der ausreichenden Definition zum ,,oft''. ,,oft'' ist möglicherweise nur ein Zehntel des jetzigen Medikamentierens.... Widersprechende Meinungen kann jedermann eintragen auf: volxweb.com Bei den gegen Bluthochdruck Behandelten müsste man gruppen- statistisch wie auch fallbezogen prüfen, ob die Schäden durch die medizinische Behandlung den Nutzen übertrafen. Dies gilt insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Überlagerung durch mehrere Krankheiten, mehrere Behandlungen, mehrere Medikamente. Statistiken zeigen nämlich, dass Patienten, die mit Medikamenten gegen Bluthochdruck behandelt werden, meist auch ständige Konsumenten diverser anderer Medikamente sind - echte und/oder Placebos in bunter Mischung. Damit wird die Aussagekraft von Statistiken zur Wirkung einer eigentlichen Medikamentierung gegen Bluthochdruck regelmäßig annulliert:
(Dies wäre durchaus zu korrelieren mit der relativ niedrigen Quote von Personen der GESAMT- Bevölkerung, deren Körper mit höherem Salzkonsum nicht ohne weiteres fertig wird.) Hier liegt eine Angabe vor, wonach wohl bei 60 bis 70 % der Behandelten die Einschränkung des Salzkonsums den Bluthochdruck ausreichend absenken würde. Gemeint ist Absenkung des Salzkonsums auf ein durchaus immer noch voll ausreichendes Maß, also ohne alle Verzichtprobleme, nur mit Hilfe von ein wenig Klärungsarbeit zu den eigenen Konsumgewohnheiten. These: Kann es sein, dass von den wirklich ,,gewaltigen'' Ausgaben der Krankenversicherer gegen Bluthochdruck allein zwei Drittel allein deshalb verweigerbar wären und von den gesetzlichen Krankenkassen sogar zwingend abzulehnen wären? Andernfalls Veruntreuung von Mitglieder-Vermögen? - Denn soweit eine Medikamentierung eine Konsequenz der Lebensführung ist, ist sie nicht erstattungspflichtig. Risikovermeidung, soweit opferfrei und also zumutbar, rechnet zum Komplex der Lebensführung. Widersprechende Meinungen kann jedermann eintragen auf: volxweb.com zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz |
Wieviel Honorar haben diejenigen Ärzte verdient und den Kassen an Kosten erzeugt, die eine - jedenfalls mehrheitlich ja unwirksame - Behandlung gegen Bluthochdruck begleiteten? Wieviel Honorar haben diejenigen Ärzte verdient, die den Kassen dies Geld ersparten, indem sie das Problem ohne Behandlung lösten, und zwar in den so gelösten Fällen per Definition 100%- ig wirksam? Was riskiert ein Arzt berufsrechtlich, der die - überwiegend unwirksame - Behandlung verantwortet? - Was riskiert ein Arzt berufsrechtlich, der eine Alternative wählt, die nichts kostet? Konkret: Hat ein Arzt beispielsweise berufsrechtliche Risiken, der in geeigneten Fällen die Absenkung des Salzkonsums vorschreibt statt Medikamente zu verschreiben? Und mit was für einem Bruchteil des Honorars muß er sich bei dieser Form der ,,gesund machenden'' Nichtbehandlung abfinden? Inwieweit darf ein Arzt es sich rechtlich und finanziell erlauben, vom vielleicht krank machenden Behandler zum vielleicht gesund machenden Berater zu werden, soweit das dem Einzelfall entspricht? Und was wird ein Durchschnittspatient denken von einem Verweigerungs- Arzt? Ein Arzt, der ihm bei Bluthochdruck nichts verschreibt und nach Analyse des Falles den Rat gibt: ,,Mein Rezept ist: Versuchen Sie es erst einmal mit weniger von ... und ... beim Essen und mit etwas mehr Bewegung. Medikamente gibt es erst, wenn das nicht geholfen hat.'' - Ein solcher Arzt ist jedenfalls nicht jedermanns Geschmack. Verfahrensweise bei der Medikamentenzulassung: Ein Teil des Kernes der Problematik.
Thesen: (1) Dürfen wir eigentlich eine Behandlung ausgerichtet auf das einfach messbare Symptom Bluthochdruck einschränken, sofern es vielleicht häufig für eine vielleicht schwerwiegende, aber frühzeitig schwer diagnostizierbare Erkrankung nur der frühzeitige Meldebote wäre? (2) Ferner: Ist möglicherweise hoher Blutdruck vielleicht in vielen Fällen ein genetisch basierter Schutzeffekt gegen bestimmte Krankheiten, die durch die Behandlung des Symptoms sogar beschleunigt werden könnten? - Derartige Fragen sind natürlich wissenschaftlich untersucht worden wie ziemlich alles Naheliegende. Aber man erwarte nicht von der Pharma- Industrie, dass sie umfangreiche Studien hierzu finanzieren würde und in Anträge auf Zulassung von Medikamenten integrieren würde. (3) Wir haben hier ein bekanntes und durchaus diskutiertes Problem der Regeln der Zulassung von Medikamenten. Bei Medikamenten mit hoher eindeutiger Heilwirkung sind diese Methoden eher zu belastend und innovations- hemmend. Bei Medikamenten mit eher unscharfen Heilzielen und im Grenzbereich vieler Wertungen zeigen sich die Schwächen der Zulassungsverfahren deutlich. (4) Widersprechende Meinungen kann jedermann eintragen auf: volxweb.com These: Letztlich reguliert es sich in der Realität durch Mediziner- und Patienten- Intelligenz etwas besser als die vorstehenden Gesichtspunkte befürchten lassen.
Aber die Realität zu diesem Problem bleibt jedenfalls extrem unbefriedigend: Es erzeugt Geld für alle - auch für die es koodinierenden Mitarbeiter und Vorstände der Krankenkassen. Die kritischen Fragen, vorstehend aufgelistet, werden beiseite geschoben. Sie werden am ehesten auf wissenschaftlichen Kongressen der Experten der Problematik ausgetauscht, um dann in der Versenkung der Textberge der Zivilisation zu verlöschen. (Damit wäre die Quelle der vorstehenden Thesenliste gekennzeichnet.) - Immerhin geht es um einen messbaren und spürbaren Teil auch Ihrer monatlichen Beitragszahlung für Ihre Krankenversicherung.
Widersprechende Meinungen kann jedermann eintragen auf: volxweb.com Salzkonsum: Zitat eines Wissenschaftlers als Beleg:
2009-04-21 : http://rhein-zeitung.de/on/09/04/21/service/gesundheit/t/rzo559694.html bzw. http://www.shortnews.de/start.cfm?id=761157
Anmerkung: Die überall zu beobachtenden Konsumgewohnheiten lassen auf etwa 15 bis 20g Salzkonsum pro Tag schließen. Dass es laut häufig veröffentlichen Statistiken nur 10g sein sollen, wäre klärungsbedürftig. - Des weiteren wäre wohl nicht pro Kopf, sondern pro Kilo zu rechnen, beispielsweise: Pro Tag maximal 1,3 g Salz pro 10 kg Körpergewicht, wünschenswert 0,8 g" (oder was auch immer als Bezifferung der Vorgaben). Außerdem wären tägliche Flüssigkeitsmenge und andere Details zu berücksichtigen.
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